Närrische Generalprobe 2008
Einen wirklich kurzweiligen Abend konnte das begeisterte Publikum im Kolpinghaus verleben. Bei der diesjährigen Närrischen Generalprobe am 27.10.08 waren viele der Künstler, die sich erstmals oder wieder einmal dem närrischen Publikum präsentierten, echte Highlights.
Programmgestalter und Künstleragenturen waren - ebenso wie das übrige Publikum sehr angetan vom hohen Niveau der Veranstaltung.
Das schrieb die Presse:
| Rheinische Post vom 27.10.08): | Express (27.10.08): | |
|
Comitee sucht neue Stimmungskanonen Düsseldorf (RP) „Vorstellabend“ heißt die Veranstaltung, sozusagen das närrische Casting, bei der das Comitee Düsseldorfer Carneval vor Beginn der Session jecke Nachwuchskünstler und Bühnenroutiniers mit neuen Ideen vorstellt. Für die Literaten, Programm-Macher der Vereine, die beste Gelegenheit, Büttenredner, Musikgruppen, Tanzgarden zu beurteilen und zu engagieren – eine in der Vergangenheit oft eher müde Veranstaltung mit lauen Witzen und lahmen Karnevalssongs. Der Vorstellabend mit etwa 15 Auftritten am Wochenende im Kolpinghaus lief total anders ab. CC-Literat Stefan Kleinehr hatte ein frisches Programm mit zum Teil für Düsseldorf neuen, unverbrauchten Karnevalskräften zusammengestellt, das Zustimmung, teilweise sogar Jubel auslöste. CC-Präsident Engelbert Oxenfort war den ganzen Abend bester Laune und freute sich: „Das kann ja heiter werden.“ Schwachpunkte gab es selbstverständlich auch. Räumte selbst Stefan Kleinehr ein: „Wenn alle top wären, könnte ich ja gleich das Programm für die Fernsehsitzung übernehmen.“ Top waren auf jeden Fall die Musikgruppe „Band ohne Bart“, der Büttenredner Olli Materlik als Ober und die „Kalauer“ mit ihrer Imitation von Starsängern. Top war auch Kleinehr selbst mit seiner hervorragenden An-Moderation, mit der er wohl schon für die Fernsehsitzung im Februar probte. Beste Musikgruppe Den Anfang als Eisbrecher machte gleich eine furiose Band: die „Roebedeuker“ aus Neuss, Düsseldorf und Umgebung mit einer hinreißenden Musikshow. Roebedeuker – das heißt so etwas wie Teufelsrübe. Und im Vordergrund der wilden Horde stand als Frontsängerin eine besondere Teufelin: die rothaarige Andrea Schwarz, ein absolutes Temperamentsbündel, das nicht nur die Männer im Saal begeisterte. Im Hintergrund machte Oberteufel Rolf Vogel (mit Hörnern) richtig Dampf. Er spielt seit seinem neunten Lebensjahr Trompete. Die Teufel hatten alle beachtliches handwerkliches Können. Bester Entertainer Fotostrecke So schön feiert die Welt schon Karneval Großen Jubel gab es ebenso um den Düsseldorfer Pantomimen Nemo. Er hat sich seit zwei Jahren auch dem Karneval verschrieben. Wieder spielte er den Düsseldorfer Jecken, der plötzlich Kölner Karnevalstöne auf die Ohren bekommt und natürlich erschreckt bis verbiestert reagiert. Aber diesmal stellte er mit Masken unterschiedliche Karnevalstypen dar, in denen mancher Zuschauer den einen oder anderen Präsidenten wiederzuerkennen glaubte. Was Nemo da in Gestik und (ohne Maske) in Mimik brachte, war Karneval auf ganz hohem Niveau. Bester Büttenredner Edno Bommel (bekannt vom Hörfunk) kam erst nach 23 Uhr auf die Bühne. Aber was er bot, war absolut jecke Bundesliga. Da stand kein Redner, der einfach nur einen Witz an den anderen reihte, sondern ein Mann, der umwerfend komisch in original sächsischem Dialekt einfach so daher plauderte – ein echter Schenkelklopfer. Bommel bekam gleich ein Dutzend Verträge für die Session vorgelegt. Die Gäste im Kolpingsaal tobten vor Begeisterung, wollten ihn gar nicht mehr von der Bühne lassen. |
Der jecke Nachwuchs in Topform Düsseldorf - Von wegen kein Nachwuchs für die Bütt! Beim Vorstellabend des Carnevals-Comitees (CC) im Kolpinghaus präsentierte sich neben alten Bühnenhasen eine Reihe von bisher unbekannten Künslern. Und es gab eine sensationelle Entdeckung. Edno Bommel begeisterte die Literaten der Vereine (Programmmacher) mit witzigen Plaudereien und einem Spaßfeuerwerk in sächsischem Dialekt. Die Jecken jubelten. Über ein Dutzend Vereine engagierten den jungen Mann sofort für Ihre Sitzungen. Und CC Literat Stefan Kleinehr war ganz stolz: " Den habe ich den Kölnern vor der Nase weggeschnappt." Überhaupt hatte Kleinehr, der sich mit einer glänzenden Anmoderation offenbar schon auf seine erste Fernsehsitzung im Februar vorbereitete, ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Künstler. War der Vorstellabend früher oft von Langeweile geprägt, so gab es diesmal eine ganze Reihe von Highlights. Zum Beispiel die Musikgruppe Roebedeuker (was das auch immer heißen mag) gleich zu Beginn. Umwerfend Pantomime Nemo mit seiner neuen Parodie, bei der er mit verschiedenen Masken unterschiedliche Karnevalstypen darstellte. Gelungen auch die Premiere der neuen Musikgruppe "Band ohne Bart" mit Ihrem Song "Ich leb bei Mama". |
|