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(Quelle: rp-online)

Jeckes Warten auf den Zug

Schon zwei Stunden bevor der Zug beginnt, sind die Düsseldorfer Jecken bunt geschminkt und kostümiert auf den Straßen unterwegs. Jetzt gilt es, sich die besten Plätze zu sichern und die Stimmung richtig anzuheizen.

OB Erwin eröffnet Karnevals-Party im Rathaus

Auch 2005 ließ es sich Oberbürgermeister Joachim Erwin nicht nehmen, die Karnevals-Party am Rosenmontag im Rathaus zu eröffnen. CC-Präsident Peter König bewies, dass er sehr ordentlich singen kann und natürlich textfest ist. Um 11 Uhr war es im Rathaus bereits rappelvoll.

Riesenstimmung und tolle Kostüme

Bei der Rosenmontags-Party im Rathaus haben die geladenen Gäste wieder jede Menge Phantasie bewiesen. CDU-Ratsherr Friedrich Conzen und seine Familie kamen dieses Jahr als Holländer, Sparkassen-Chef Rainer Schwarz als orientalischer Prinz, um zwei zu nennen. Die Stimmung ist riesig und auch im Rathaus floss das Altbier in Strömen.

Warten auf den Zoch

Am Rathaus steigert sich die Stimmung. Mittlerweile ist der Rathausmarkt rappelvoll und auch die Ehrentribüne vor dem Rathaus ist bereits voll besetzt. Es sind nur noch wenige Minuten bis gegen 14 Uhr der Zoch das Rathaus erreicht.

De Zoch is da!

Nä, wat war dat schön! Bunt, abwechslungsreich und ganz schön lang So lang war der Düsseldorfer Zug noch nie. Mit 5,5 Kilometer Länge und 71 Wagen ist der Rosenmontagszug 2005 der Längste Karnevalsumzug in der Düsseldorfer Karnevalsgeschichte. Die Jecken beweisen jedoch Durchhaltevermögen und bleiben bis zum letzten Wagen bestens gelaunt.

Venedig und Teneriffa am Rhein

Zum ersten Mal in der Geschichte des Düsseldorfer Karnevals kam auch ein Wagen aus Venedig an den Rhein. Wie immer ein Augenschmaus auch der Wagen aus Teneriffa. Mehrere Male kam der insgesamt 5,5 Kilometer lange Zug für einige Minuten ins Stocken.

Die Mottowagen 2005

Bis auf die letzte Minute geheimgehalten werden die (politischen) Mottowagen im Düsseldorfer Rosenmontagszug. Die Themen in diesem Jahr: der Wett-Skandal im DFB, Bush - der Krieg und der Iran, Pleitegeier Deutschland und die "Geiz ist geil"-Mentalität, die EU-Subventionen, der Streit im Unionslager, Kardinal Meissner und das Thema Abtreibung sowie der Bürostreit von OB Erwin und seiner Kontrahentin Hock.

Bunt, abwechslungsreich und ganz schön lang

So lang war der Düsseldorfer Zug noch nie. Mit 5,5 Kilometer Länge und 71 Wagen ist der Rosenmontagszug 2005 der Längste Karnevalsumzug in der Düsseldorfer Karnevalsgeschichte. Die Jecken beweisen jedoch Durchhaltevermögen und bleiben bis zum letzten Wagen bestens gelaunt.
bilder

Bis zum Ende ein buntes Vergnügen

"Düsseldorf - bunt wie die Welt": Das Motto der Karnevals-Session 2005 hat der Rosenmontagszug auf eine wunderbare Art und Weise aufgegriffen. So bunt wie in diesem Jahr wars noch nie, könnte man meinen. Aber auch in den vergangenen Jahren war er bunt, so wie Düsseldorf eben ist. Nach zweieinhalb Stunden war der längste Rosenmontagszug in der Geschichte des Düsseldorfer Karnevals am Rathaus vorbeigezogen


Bilder zum Düsseldorfer Rosenmontagszug 2005 gibt es hier auf den Spezial-Seiten der rp-online.


Express (Ausgabe 008.02.2005):   
Jecker Calli ließ Kamelle fliegen
1 Million Narren bejubelten längsten Zoch aller Zeiten

Düsseldorf – bunt wie die Welt! Nach dem diesjährigen Rosenmontagszug kann wohl kein Jeck mehr das Gegenteil behaupten. Nie war der närrische Lindwurm so prächtig und farbenfroh. Ein Zoch zum Bützen schön. Da schickte selbst Petrus seine himmlischsten Sonnenstrahlen an den Rhein.
Es war der längste Rosenmontagszug aller Zeiten: Bei Sonnenschein und eisigen Temperaturen starteten um Punkt 13.44 Uhr stolze 5,5 Kilometer jecke Lebensfreude.
Mit dabei mehr als 6000 Teilnehmer, 71 Wagen (darunter acht Mottowagen), 40 Kapellen, 240 Pferde und 67 Traktoren. Am meisten gespannt waren die närrischen Untertanen natürlich auf die Mottowagen. Und da wurde alles aufs Korn genommen, was uns lieb und lästig ist: US-Präsident Bush als radikal-religiöser Rambo mit Maschinengewehr. Ein ketchup-triefender Mullah-Burger. Kardinal Meisner (nicht Mei“ss“ner, liebe Jecken!), der als Inquisitor die Abtreibung auf dem Scheiterhaufen verbrennt. Auch Deutschlands derzeit bekanntester Schiedsrichter wurde zur jecken Zielscheibe: Als Ballgeschoss, das einen armen Fußballer durchlöchert.
Bissigster lokaler Mottowagen: Die schwarze Krähe OB Erwin wirft das aufgescheuchte Huhn Hock aus dem Nest.
Prominentester Gast im Düsseldorfer Zoch war ein Schwergewicht, das Asyl bekam: Reiner „Calli“ Calmund fuhr ganz oben auf dem LTU-Wagen mit. „Ze han misch schon in Kölle jehänselt, dat isch in Düsseldorf mitfohr.“

Immerhin, unser Zoch war Callis Premiere. Und die Fans waren mit ihm. Tausende Jecke ließen in hochleben „Big Boss, Helau“. Der Ex-Manager (im eigens für ihn geschneiderten Chefpiloten-Dress) staunte: „Dat is eene Superstimmung hier.“ Und scherzte: Isch han schon richtig Muskelkater vom Kamellewerfen.“ Leider sahen die rund eine Million begeisterten Narren am Wegesrand nur wenig vom bildschönen Kleid der Venetia. Irene hatte sich wegen der Kälte dick in ihren Pelz eingemummelt. Dafür wehten die Fasanenfedern von Prinz Peter V. umso schöner im eisigen Wind.

Düsseldorf helau!

Es berichten:
Norbert Acker, Günther Classen, Nathalie Dirim, Antje Faßhauer, Michael Grixa, Barbara Kirchner, Jutta Laege, Dodo Simon.

Quelle: EXPRESS  

Bild (Ausgabe 08.02.2005): 

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